Warum handelt niemand?

Kaum macht man’s richtig, schon funktioniert es

Einleitung

Am Mittwoch war ich Speaker auf der BEO 2026 in Dortmund. Es gab, wie zu erwarten, noch mehr Leadership Speaker, die ähnliche Dinge wie ich erzählt haben. Warum ich nach der Messe mal wieder fast ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln bekommen habe, darauf gehe ich in diesem Blogbeitrag ein.

Das Problem ist bekannt

8 von 10 Mitarbeitern kündigen aufgrund schlechter Führung. Das ist so weit bekannt. Der Fisch fängt nun einmal am Kopf an zu stinken und so manche Führungskraft mit Personalmangel sieht das Problem jeden Morgen im Spiegel. Wertschätzung und Respekt auf Gegenseitigkeit beruhend sind jedoch einmal die Grundlage einer jeden Beziehung.

Jedoch sind cholerische Chefs und Abteilungsleiter noch immer Standard. Absprachen nicht einhalten und Weiterentwicklung der eigenen Belegschaft ausbremsen ist normal und das berühmte, das haben wir schon immer so gemacht, wird teilweise inflationär verwendet.

Wer auf gute Führung keinen Wert legt, hat keine Chance, Mitarbeiter langfristig zu begeistern.

Wir kennen die Lösung

Das ist dann der Punkt, den ich nicht verstehe. Wenn sowohl das Problem als auch die Lösung bekannt sind, dann ergibt es keinen Sinn, dass das Problem weiter besteht.

Die Wahrheit ist jedoch, dass die meisten Unternehmen sich übe die Symptome beschweren, die Ursache jedoch bestehen bleibt. Der Cholerische Geschäftsführer schiebt die Schuld auf den Fachkräftemangel, während Arbeitgeber, die mit den eigenen Mitarbeitern richtig umgehen, teilweise Bewerbungen bekommen, ohne Stellenanzeigen zu schalten.

Den Obstkorb weglassen, in ein Führungskräftetraining investieren und dadurch die eigene Mannschaft langfristig halten, wäre ein Ansatz, der funktionieren würde. Der jedoch, und das ist das Problem, eine Handlungsänderung notwendig macht.

Der Punkt mit dem Schleudertrauma

Was mich zu dem Punkt mit dem Kopfschütteln bringt. Ich werde den Eindruck nicht los, dass manche Arbeitgeber das Problem gar nicht lösen möchten. Anders kann ich mir das nicht erklären. OK, es ist anspruchsvoll und langwierig, das Ganze ins Positive zu ändern.

Was ist die Alternative? Alle Mitarbeiter an den Wettbewerb zu verlieren? Ergibt in meinen Augen keinen Sinn.

Genau das scheint jedoch der gewählte Weg von zu vielen Unternehmen zu sein. Denn jeden Tag habe ich Menschen am Telefon, die einen neuen Job suchen. In 8 von 10 Gründen aufgrund der Führung.

Jeder Leadership Speaker geht darauf ein und die Probleme bestehen seit Jahren.

Fazit

Es könnte sehr einfach sein, die eigene Belegschaft zu begeistern. Anstatt jedoch die notwendigen Dinge umzusetzen, bleibt man bei dem berühmten, das haben wir schon immer so gemacht.

Da ich jedoch aus eigener Erfahrung weiß, wie es ist, einen sehr guten Arbeitgeber zu haben, weiß ich, dass es anders geht.

Daher verbleibe ich mit dem Wunsch, dass es branchenübergreifend endlich ein Umdenken gibt!

Ihr
Christian Milerski