Wir haben trotzdem einen Fachkräftemangel
Einleitung
Zugegeben, der Titel ist ein wenig, um Ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Natürlich ist es mir nicht egal, wenn ein Unternehmen Pleite geht. Jedoch gibt es ein Thema, dass meiner Meinung nach aktuell nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdienen würde.
Aktuell ist die wirtschaftliche Lage in diesem Land bescheiden. OK, sie ist gefühlt seit 6 Jahren bescheiden, die Probleme scheinen seit der Corona Pandemie immer mehr zu werden anstatt weniger.
Insolvenzen, Stellenabbau, Entlassungen, Betriebsschließungen. Kein Tag vergeht, ohne dass eine weitere dieser Meldungen durch die Medien geht. Warum ich das jetzt einfach mal ausblende und trotzdem über den Fachkräftemangel schreibe, erläutere ich in diesem Blogbeitrag.
Es kommt auf die Branche an
Ja, in manchen Branchen sieht es momentan wirklich düster aus. Des Deutschen liebstes Kind, das Auto und somit die Automobilbranche hat momentan ein paar massive Probleme, inklusive der Insolvenzen, des Stellenabbaus und der ganzen anderen Probleme, die zugegen sind.
Dafür sind im Handwerk deutlich zu viele Stellen, beginnend nicht erst bei Gesellen, sondern bereits bei Azubis, unbesetzt. Womit direkt klar wird, da auch sehr viele Industrieunternehmen momentan noch auf der Suche nach Mitarbeitern sind, das Schubladendenken der erste Schritt in die falsche Richtung ist. Wobei hier auch eher die Stellen ohne Führungsverantwortung zu besetzen sind.
Wenn wir jetzt noch bedenken, dass ein Mitarbeiter von einem Autobauer, nach dem er morgen arbeitslos geworden ist, nicht ab übermorgen Dächer reparieren kann, zeigt das deutlich, dass der Fachkräftemangel noch immer Alltag ist.
Es kommen weitere Probleme
Bis 2030 gehen mindestens 13.000.000 Babyboomer in Rente. Diese sind selbstverständlich auch in den Branchen beschäftigt, wo es aktuell schon sehr schwer bis teilweise unmöglich ist, die offenen Stellen zu besetzen. Was das ganze somit in Zukunft nicht leichter macht.
Von den ganzen Unternehmen, die aktuell, beziehungsweise in den nächsten Jahren einen Nachfolger suchen, eine Anmerkung am Rande, dass diese ebenfalls fehlen, fange ich gar nicht erst an.
Bereits an dieser Stelle dürfte glasklar sein, dass die Probleme mit dem Fachkräftemangel größer und nicht kleiner werden.
Fazit
Der Fachkräftemangel ist je nach Branche größer denn je, ohne die kleinste Chance, dass das ganze besser wird. Ganz im Gegenteil, das ganze wird in Zukunft noch deutlich schlimmer.
Ich bin definitiv niemand, der alles Pessimistisch sieht, jedoch bringt es hier definitiv nichts, die Augen vor der Wahrheit zu verschließen.
Mit dem Wunsch, dass zumindest Wertschätzung Standard wird, damit die verbleibenden Mitarbeiter gerne arbeiten, verbleibe ich mit besten Grüßen.
Ihr
Christian Milerski